FAQ zu Direktkrediten
Wofür braucht ihr die Direktkredite?
Um das Haus zu kaufen und zu sanieren, benötigen wir insgesamt rund 2 Millionen Euro. Die hat niemand von uns rumliegen, darum setzen wir die Finanzierung aus mehreren Bausteinen zusammen:
- Eigenmittel, also Geld, das wir als künftige Bewohner*innen des Hauses einbringen,
- Förderkredite, bei denen wir besondere Konditionen für zum Beispiel energetische Sanierung bekommen,
- ein klassischer Bankkredit, bei dem wir allerdings über Jahrzehnte hohe Zinsen zahlen
- und Direktkredite, die uns Unterstützer*innen zu günstigeren Konditionen leihen als die Bank.
Je mehr Geld wir uns in Form von Direktkrediten leihen können, desto kleiner kann der Bankkredit ausfallen. Außerdem werden langfristige Direktkredite von der Bank als Eigenmittel anerkannt. Damit stehen wir finanziell stabiler da und können die nötige Sicherheit für den Bankkredit geben.
Sind die Direktkredite verzinst?
Die Konditionen der Direktkredite sprecht ihr individuell mit ab. Ihr könntet auf euren Direktkredit beispielsweise einen jährlichen Zinssatz von 0 % bis 2,5 % erhalten. Wenn ihr Zinsen bekommt, werden sie jährlich berechnet und ausgezahlt, Zinseszinsen gibt es nicht.
Ist ein Direktkredit für mich eine Geldanlage?
Nein, Direktkredite sind eine Unterstützung für uns und explizit keine Geldanlage. [Idee: Weniger die Wertsteigerung in den Vordergrund stellen und mehr den sozialen Fördercharakter] Euer Geld bewirkt hier was Gutes! Ein Direktkredit kann nicht mit der Spekulation an den Aktienmärkten konkurieren, aber soll er auch nicht. Ihr habt hier die Möglichkeit eure Geld sinnvoll zu einzusetzen.
Einen Zinssatz könnt ihr dennoch vereinbaren, damit ihr keinen oder zumindest weniger Verlust dadurch macht, dass ihr uns Geld leiht, anstatt es in Aktien zu investieren.
Ich möchte euch einen Direktkredit geben. Wie läuft das ab?
Wenn ihr uns Geld leihen möchtet, kontaktiert uns oder füllt eine Absichtserklärung aus. Dann vereinbaren wir ein gemeinsames Gespräch, in dem ihr mehr Infos zum Zeitrahmen, den Zinsen und den Risiken bekommt – und natürlich Antworten auf alle offenen Fragen. Laufzeit und Zinssatz legt ihr im Vertrag selbst fest. Wenn der abgeschlossen ist, überweist ihr uns das Geld. Solange der Direktkredit läuft, bekommt ihr jährlich Zinsen ausgezahlt und regelmäßig Infos über den Stand unseres Hausprojekts.
Wie lange braucht ihr das geliehene Geld?
Alle Kredite wollen wir im Laufe von 25 bis 35 Jahren tilgen. Das heißt nicht, dass ihr euer Geld auch so lange bei uns liegen lassen müsst. Ihr könnt die Laufzeit oder die Kündigungsfrist selbst festlegen. Wir freuen uns vor allem über mittel- bis langfristige Geldanlagen von mindestens 3, besser sogar 10 Jahren! Um planen zu können, wollen wir außerdem Kündigungsfristen zwischen 6 und 18 Monaten vereinbaren, je nachdem, wie viel Geld ihr uns leiht.
Was, wenn ich mein Geld zurück brauche?
Wenn ihr uns jetzt locker Geld leihen könnt, aber nicht wisst, ob das in 1, 2 oder 5 Jahren immer noch so ist, dann könnt ihr über die Laufzeit und Kündigungsfrist dafür sorgen, dass ihr es bei Bedarf bald zurückbekommen könnt. Wenn ihr euch unsicher seid, wählt am besten eine kurze Kündigungsfrist. Alternativ könnt ihr eine geringe Laufzeit wählen und nach deren Ablauf entscheiden, ob ihr euer Geld zurück oder das Darlehen verlängern möchtet.
Für uns sind allerdings Kredite mit längerer Laufzeit besonders hilfreich. Um nicht unerwartet in finanzielle Schieflagen zu geraten, wollen wir die Kündigungsfrist außerdem staffeln: Für Direktkredite bis 5.000 € beträgt sie wünschen wir uns 6 Monate, darüber 12 Monate und ab 15.000 € sind es 18 Monate. Wenn ein hoher Direktkredit gekündigt wird, gibt uns das ausreichend Zeit, um die Summe wieder auszugleichen.
Wie sicher ist mein Geld?
Unsere Direktkredite haben eine “Nachrang”-Klausel wodurch bei einer Insolvenz zuerst die Bank ihr Geld zurückerhält. Dadurch besteht das Risiko eines Totalverlusts. Die Darlehen ermöglichen uns jedoch, größere Bankkredite aufzunehmen. Denn durch die Nachrang-Klausel werden die Direktdarlehen von der Bank als Eigenkapital anerkannt. Die Gefahr einer Insolvenz versuchen wir durch folgende Aspekte auszuschließen:
- Als Bewohner*innen des Hauses setzen wir alles daran, dass unser Projekt sich trägt. Die Tilgung eurer Darlehen ist in unseren Mieten erhalten, die wir so kalkulieren, dass wir zahlungsfähig bleiben.
- Unser Haus liegt im belebten Leipziger Westen, der ständig neue Bewohner*innen anzieht. Bei uns wird keine Wohnung lange leer stehen. Und im Gegensatz zu Immobilienunternehmen müssen und wollen wir keinen Gewinn erwirtschaften und können uns damit voll auf langfristige Stabilität konzentrieren.
- Je mehr Direktkredite wir erhalten, umso weniger Geld müssen wir uns von Banken leihen – und umso günstiger können am Ende die Mieten im Haus bleiben.
- Für all das stehen wir nicht alleine da, sondern haben eine tolles Netzwerk aus Experter*innen, wie Projektberater*innen, Architekt*innen, und Rechtsanwält*innen.
- HIER MÜSSTE MAN JETZT NOCH DEN WÄCHTER ERWÄHNEN
Wir geben euch natürlich regelmäßig Einblicke, wie es bei unserem Projekt läuft, und sind bei Fragen immer erreichbar.
Ich habe kein Geld. Wie kann ich euch trotzdem unterstützen?
Sämtlicher Support hilft uns weiter: Erzählt anderen von unserem Projekt, behaltet uns auf dem Schirm und schaut, was hier in Zukunft passiert! Wir wollen uns mit Menschen im Viertel und in der Stadt und mit anderen Hausprojekten vernetzen, uns austauschen und voneinander lernen. Vielleicht wird es bei der Sanierung Gelegenheiten geben, mit anzupacken. Bestimmt gibt es mal Soli-Kuchen. Und mit Sicherheit wird gefeiert, wenn alles geschafft ist!
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